Jana und Reno
 
Triebel  

Sobald irgendwas zu Ende geht ist es schon der Anfang von etwas Neuem....

Paralell zu dem letzten Jahr in Zickra ging es im deutschen Vipassana-Meditationszentrum in die finale Phase der Ausbau-Planung zur Erweiterung des Zentrums. In diesem ersten Teil des Bauabschnitt sollte ein neues Unterkunftsgebäude entstehen, 23 Einzelzimmer mit Bad. Freiwillige Helfer die dieses Bauprojekt vor Ort unterstützen würden wurden dringend gesucht.

Es schien sich für uns mal wieder alles zu fügen. Eine neuen Aufgabe und ein neuer Ort an dem wir gerne für eine Weile sein wollten. Um dies aber auch in die Realität umzusetzen gab es noch die kleine Schwierigkeit der „Behausung“ für uns. Im Zentrum selber ist es nicht möglich, zusammen als Paar, zu leben und einen Raum zu teilen. Allerdings ist das Grundstück des Vereins groß genug um mobile Unterkünfte wie Bauwägen o.ä. außerhalb des eigentlichen Kursgeländes aufzustellen wo dann auch ein „normales“ leben zu zweit möglich ist.
Also kauften wir uns einen alten Bauwagen „Modell - LPG Mannschaftswagen“ und legten los ihn komplett neu aufzubauen. (Dank an euch liebe Hundsgrüner für die Möglichkeit zur Nutzung der großen Scheune als Umbau-Werkstatt !! )
Er sollte unsere „Behausung“ für mindestens ein Jahr werden. Der alte Blechmantel musste runter. Wir wollten neues Holz innen und außen und ordentlich gedämmt mit Holzwolle musste es werden. Ein neues Blechdach, neue Fenster, Dielenboden, Regale, Spüle, Herd usw. ...alles drin auf 5m x 2,50m !! Nach anderthalb Monaten war unser eigenes neues Haus auf Rädern fertig und wurde Anfang Juni 2012 per Traktor in ein Waldstück auf dem Gelände am Zentrum in Triebel geschoben und wir zogen auch gleich ein.
Es folgte (für mich) ein Jahr Baustelle, mit dem neuen Unterkunftsgebäude, ein weiteres Jahr mit Bau von Nahwärmenetzt und Erschließung aller Medien für bestehende und zukünftige Gebäude und ein weiteres Jahr mit dem Bau der großen neuen Meditationshalle für 130 Schüler. Im Detail hieß das, Entscheidung und Planung was wie umzusetzen ist, Vergabe der Aufträge, Einbindung und Betreuung von Eigenleistung, selber Handanlegen wo nur möglich, Bauüberwachung bis Fertigstellung, Rechnungsprüfung usw. Zusammen in einem kleinen „vor Ort Team“ von max. 2-3 Leuten, alle ehrenamtliche Helfer ohne Bezahlung, wurde hier erstaunliches vollbraucht um die anschpruchsvollen Pläne in die Realisierung umzusetzen.
Während der ganzen Bauzeit liefen die Kurse in vollem Umfang weiter ( jeder Kurs mit mind.100 Teilnehmern). Für Jana hieß das reichlich Arbeit als Büromanager und Koordination der umfangreichen Gartenarbeit auf dem riesigen Kursgelände. Das Meditations - Zentrums hat in diesen letzten Jahren enorme Fortschritte was die Kapazität und vor allem auch den Komfort betrifft gemacht. Auch in unserer eigenen persönlichen Entwicklung hat diese Zeit ihre Spuren hinterlassen. Stärken und Schwächen in uns wurden durch die Arbeit hier immer wieder an die Bewusstseinsoberfläche gebracht. Es gibt wohl keine besseres Umfeld um sich in solchen Momenten darüber auch bewußt zu werden und Vipassana auch anzuwenden.
Möge die fantastischen Ergebnisse unseres Schaffens hier, vielen Menschen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis hilfreich sein, mögen sie alle an unseren Verdiensten teilhaben...!

Info: www.dvara.dhamma.org

...so vergingen für uns die letzten 3-4 Jahr,... einfaches Leben im Bauwagen, Helfen im Zentrum, immer mal ein paar Märkte mit unserem Schmuck der Kohle wegen und jeden Winter ein paar Monate nach Indien. Ein Mix ganz und gar nach unserem Geschmack !
Der erste große Bauabschnitt ist zu ende, das Geld erstmal verbaut. Ein weiterer Abschnitt in unserem Leben könnte sich dem Ende nähern oder auch ein neuer Anfang... wir werden sehen!

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