Jana und Reno
 

Der Linke-Hof in Leipzig Baalsdorf war gerade mal für ein Jahr unser Wohnsitz. Das Leben im Bauwaagen, in einer netten Gemeinschaft, auf einem Biohof... es war eine schöne Zeit ! Vor allem haben wir wieder mal Leute getroffen um deren Begegnung wir sehr dankbar sind. Unterschiedliche Maßstäbe über Zeit und Freizeit führten zu Spannungen zwischen uns und den Hofeignern, was letztlich den Wunsch nach erneuter Veränderung entstehen ließ.

So kam es das eine Idee die schon tiefer im Bewusstsein schlummerte sich nun den Weg an die Oberfläche bahnte!

„... ein eigenes Projekt entstehen lassen, mit anderen zusammen etwas aufbauen! Vielleicht einen alten Hof kaufen? Aber wie, mit wem, wovon bezahlen und überhaupt....!“

Die Hindernisse schienen zu groß. Doch wie so oft in unserem Leben ergab sich dann alles auf ganz leichte natürliche Weise. Als erstes gab es da diesen alten Hof der schon seit Jahren neue Bewohner suchte. Die Lage war recht günstig, im südlichen Vogtland, in Hundsgrün, gerade mal 10 km vom deutschen Vipassana Meditation Zentrum entfernt. In der Nähe des „Zentrums“ zu wohnen war auch für andere (die sich mit dieser Technik verbunden fühlen) ein angenehmer Gedanke. Die Zeit schien nun Reif für eine Umsetzung.

Recht schnell fanden 5 Leute zusammen -da sind wir beide, Michael, Frank und Andreas, die ihr Erspartes zusammenlegten und dem damaligen Eigentümer ein Angebot unterbreiteten. 3 Monate später wurden wir die neuen Besitzer von knapp 1 ha Land, einem Wohnhaus mit Stall und einer riesigen Scheune usw... Von freudiger Euphorie war allerdings keine Spur, uns allen schien mehr oder weniger auch die Verpflichtung und Bindung dieses Schrittes klar zu sein. Uns alle verbindet keine jahrelange Freundschaft oder tiefe Sympathie, wir kennen einander eher flüchtig und oberflächlich. Was uns verbindet und Zuversicht für dieses Projekt gibt hat die Wurzel in der Lehre des Buddha.

Wenn wir anderen davon erzählen oder Leute uns besuchen liegen die Kommentare meist zwischen „... oh wie schön !“ oder „... um Himmelswillen, niemals!“ Nun, jeder hat auf seine Sichtweise Recht mit seiner Einschätzung – all das trifft zu.

In den Monaten bis zum ersten Winter in Hundsgrün gelang es uns im alten Bauernhaus, eine Hofküche schön zu machen, ein Bad entstehen zu lassen und auch das erste Zimmer wurde fertig, zumindest für das wohnen in der warmen Jahreshälfte.( Fachwerk ½ Stein – hundekalt im Winter, bibbrr frierr ) Nachdem wir meterhohe Brennesselwälder gerodet hatten entstand in der kurzen Zeit sogar ein kleiner Garten der uns die ersten schönen Salate und einige wenige Tomaten bescherte.

Die ersten Schritte in diesem „wahnsinnig schönen“ oder „schön wahnsinnigem“ Projekt haben wir gemacht, die Zukunft wird zeigen ob wir die Sache richtig angegangen sind und wir alle hier ein schönes Zuhause finden werden.

Ciao, euch allen eine schöne Zeit !!!!
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