Jana und Reno
 

Pünktlich zum 31 Dezember 2008 stand all unser Krempel oder was man so als „Hab und Gut“ bezeichnen würde, inklusive unseres lieben VW Bulli in der großen Scheune des Hundsgrün-Hofes.  Glücklicherweise wurde uns diese Unterstellmöglichkeit für unsere Sachen bis auf weiteres gewährt.
Was nun anfangen mit dieser neuen Freiheit? Wohin mit uns? Nun ja was soll ich groß schreiben, von Anfang Januar bis Ende April war mal wieder Indien angesagt.
Wir sind den Umständen die dazu führen das wir immer wieder in dieses Land reisen können letztlich doch so dankbar. Jede Reise  ist voller Wert für uns. Immer wenn es in unserem Lebensalltag zu eingleisig oder eintönig, kompliziert oder langweilig wird finden wir uns meistens in Indien wieder. Hier ist alles anders, hier gelten andere Maßstäbe (zumindest für Reisende!).
Dieses  Land war in der Vergangenheit so großzügig und lehrreich zu uns. Oft sehr rau und schonungslos aber auch wieder sanft und zärtlich. Obwohl es ein fremdes Land ist, extrem wie kein anderes auf dieser Welt, haben wir uns nie verloren oder gar fremd gefühlt. Mittlerweile ist für uns dort alles so vertraut und normal, als wäre es gleich hier um die Ecke. Nach jeder Indienreise befinden wir uns in einem Zustand von gesteigerter Gelassenheit und haben Abstand zu dem was normalerweise als großes Problem gelten könnte. Zum Beispiel bei unserer Rückkehr keine Wohnung zu haben.

Nein, kein Grund zur Panik! Überhaupt nicht! Nicht für uns! Wir haben unseren Bus und es ist Frühling! Einen Tage nach unserer Landung in Deutschland sind wir schon mit unserem Bus und unserem Schmuckstand unterwegs nach Moritzburg zum Mittelaltermarkt, genießen die schöne Natur um uns herum und verdienen Geld. So machen wir das bis in den Herbst hinein, am Wochenende auf einem Mark und in der Woche campen wir irgendwo an schönen Plätzen mit unserem Auto. Es ist fast wie in alten Zeiten!

Die Suche nach einer neuen festen Bleibe (wir favorisierten Leipzig) gestaltet sich schwierig. Wir können uns mit keiner dieser normalen Wohnungen die angeboten werden auch nur annähernd anfreunden. Was Eigenes will sich auch nicht finden. Irgendetwas passt immer nicht, entweder totale Bruchbude oder zu teuer, am falschen Platz, Umgebung zu laut, Grundstück zu klein, komische Nachbarn etc.- nun ja wir sind sehr anspruchsvoll.
Doch es findet sich noch was für uns oder besser gesagt jemand findet uns. Andreas Wolf, Organisator von Kunsthandwerkermärkten und Besitzer des Kulturhofes in Zickra (Berga/Elster) bietet uns eine Wohnung auf seinem Hof an. Für ein paar Monate campen wir erstmal mit unserem Bus auf dem Gelände. Wir lernen die Leute hier kennen, alles scheint ganz o.k. zu sein. Zwar liegt der Hof da wo Fuchs und Hase ein Schlaflied singen würden und eine Bundesstraße geht am Haus entlang... aber naja, was soll´s, es ist das Beste was sich erstmal für uns findet.   
So haben wir seid Oktober 2009 eine neue „Basis“ - auf dem Kulturhof in Zickra.

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