Jana und Reno
     
           
  Der einzige Grenzübergang zwischen Pakistan und Indien ist die sogenannte "friendship-border" zwischen den Städten Lahore (Pakistan) und Amritsar (Indien). Am 12.12.1999 sind wir mit unserem Bus in Indien - ein Wunschtraum ging in Erfüllung! Wir waren in den ersten 2 ˝ Monate in den Bundesstaaten Punjab, Rajasthan, Gujarat und Uttar Pradesh, alle im nördlichen Indien, unterwegs. Danach ging´s nach Nepal - für uns war´s wie eine 6 Wochen Erholungspause zwischen Teakwäldern und dem Himalaya. Weitere 3 ˝ Monate verbrachten wir dann im südlichen Teil von Indien. Mit jedem Gebiet dieses riesigen Landes verbindet uns die Erinnerung an etwas ganz besonders, etwas ganz typisches was uns sofort ins Bewußtsein kommt wenn wir daran denken...  
   
   
   
   
Punjab - der Golden Tempel in Amritsar, die Sikhs mit ihren Bärten und bunten Turbanen, Biryani- ein köstliches Reisgericht
Rajasthan - Paläste, Tempel, Altstädte - einfach wunderschön !!, romantische Sandwüsten,...die hübschesten Frauen in Indien
Gujarat - Diu, die kleine Insel wo wir ins neue Jahrtausend feierten, die 863 Tempel bei Palitana
Uttar Pradesh - das Taj Mahal, der Mela Ground bei Allahabad, der Ganges, die Atmosphäre in Varanasi
Madhya Pradesh - hunderte Kilometer auf schlechtesten Straßen, 45 Grad im Schatten,
Maharashtra - die gigantischen Höhlen von Ajanta und Ellora, Erdbeeren in Mahabaleshwar
Goa - unser kleines Paradies, relaxen, Palmenstrand und Hängematte
Karnataka - die Berge der Western Ghats, endloser Regen, Elefanten, Tee und Gewürze,
Kerala - super leckeres Essen, die Altstadt von Kochin, die Backwaters
Tamil Nadu - "Cap Comorin" die Südspitze Indiens, Madurai wo alle "Schneider" sind, Madras die erste Verschiffung unseres Autos
Teeverkäufer in Rajasthan
Doch was wäre dieses Land ohne die chaotischen, verschmutzten, überbevölkerten Großstädte, ohne das Elend, das die Menschen so oft mit einem Lächeln ertragen, ohne die heilige Kühe, ohne die heilige Männer, ohne das Gefühl der Erschöpfung weil uns schon wieder der Durchfall ereilt hat, ohne die Hitze, ohne die Inder die manchmal echte Nervensägen und manchmal einfach nur lieb sind, ohne die anderen "Westler" die es immer wieder zurück zieht in dieses Land, ... es wäre einfach nicht INDIEN !!
Goldener Tempel - Amritsar
...aus dem Tagebuch
Heute ist der 266. Tag unserer Reise. Wir sind am Cap Comorin - die Südspitze Indiens, hier ist das Land zu ende. Der Wind weht heftig hier unten. Wenn wir ein paar Meter auseinander stehen verliert sich jedes Wort im Nichts, nur das laute Fauchen des Windes ist zu hören.
Also schweigen wir, geben dem übermächtigen Willen des Windes nach und bleiben still. Wir setzen uns auf einen Felsen, haben offene Sicht aufs Meer und den Sandstrand der sich rechts erstreckt.
Ein Fischerdorf liegt ein paar hundert Meter entfernt unter den Palmen versteckt . Die feuchte warme salzhaltige Luft kämmt sich durch die Kleidung und die Haare, alles klebt vom Salz. Der Wind schiebt die Wolken über dem Meer zu einem Fächer zusammen, die untergehende Sonne verzaubert die letzten Augenblicke dieses Tages. Welch ein Farbenspiel -rot, orange, violett, es ist unmöglich die richtigen Worte zu finden, alles scheint von den Farben und dieser mystischen Stimmung durchdrungen zu werden. Es ist einfach wunderschön, ...auch diese Momente werden wir nie vergessen.
          unser Platz in Goa