Jana und Reno
   
         
         
Das Schiff mit unserem Auto an Bord brauchte ca. 4 Wochen von Malaysia bis Melbourne in Australien. Diese Zeit verbrachten wir zusammen mit Freunden aus Leipzig, die am Ende der Welt, in Neusseland, gerade Urlaub machten.
Unerwartet problemlos kamen wir mit unserem Auto durch den australischen Quarantäne Check und die Formalitäten. Vor uns standen weitere 6 Monate Abenteuer. "Down under", Traum so vieler von endloser Weite und Freiheit. Auch wir empfanden genau das am beeindruckendsten. Ein ganzer Kontinent wie geschaffen um mit einem kleinen VW-Bus, an den entlegensten Ecken, die phantastische, wilde Natur in ungestörter Ruhe zu genießen. Unsere Tour ging von Melbourne aus nach Canberra, dort entschieden wir uns auf die geplante Umrundung zu verzichten und drehten nach Port Augusta. Von dort aus ging es für uns, auf vielen geschotterten Nebenstrecken die unser Bus tapfer meisterte, durch das eigentliche Herz Australiens, das sogenannten Outback. Genau hier, im weiten Nichts dem "Bush" wie ihn die Aussies nennen, war es am rauhesten, am heißesten, am einsamsten, war es so wie wir es wollten. Wir ließen uns Zeit für dieses Erleben. Über Darwin gingīs durch die Kimberleys an die Westküste und dann bis runter nach Perth.
Die Suche nach einem Job, brachte uns zum schönsten und persönlichsten Erlebnis während unseres Australien Aufenthalts. Wir waren für knapp zwei Monate auf einer Schweinefarm, erlebten hier den australischen "way of life" in seiner chaotischsten und abgefahrensten Form! Eine irre gute Zeit!!

...aus dem Tagebuch
(wir waren an einem kleinen Roadhaus vor Alice Springs, hatten für eine Woche einen Job als Gärtner)

Ein Schlange, sorgte heute für eine besondere Erfahrung. Gestört von Janaīs Arbeitseifer am Blumenbeet, sah sie sich genötigt ihr in den zweit-kleinsten Zeh zu beißen.
   
"road ends" - nichts geht mehr - Regenzeit in Australien


"SHIT - īne Schlange hat mich erwischt - RENO" !! Jana schrie und sprang wild zappelnd hin und her. Die Schlange hatte inzwischen das Weite gesucht. Der Besitzer des Roadhouse kam schnell zu Hilfe und mit Kennerblick stellte er fest, " yes, thatīs a snake". Glücklicher Weise gabīs in diesem winzigen Ort sogar ein kleines Hospital. In Minuten schnelle waren wir da, zwei Schwestern bereiteten alles für den Ernstfall, das Spritzen von Serum, vor. Da lag sie nun mit Schläuchen im Arm, das Bein abgebunden und wurde alle Minuten gefragt ob alles o.k. ist. Als nach zwei Stunden immer noch alles o.k. war, war alles O.K.
Wir stellten später fest das unser Schutzengel mitgespielt hatte.
Jana trug, genau an diesem Zeh, einen kleinen Silberring aus Indien. Nur die Zähne vom Unterkiefer der Schlange fanden den Weg inīs Fleisch, die oberen die Gift enthalten können, trafen voll den Silberring!!